Digitalisierung am EMG

Die Digitalisierung schreitet in der Bonnstraße voran. Was aber genau bedeutet eigentlich "Digitalisierung" für Schulen? Vieles und vielerlei! Während in der Schulverwaltung z.B. schülerfreundliche Planungsprogramme für die Oberstufenkurse zum Einsatz kommen, suchen unsere Lehrkräfte u.a. nach Apps, die das Lernen erleichtern sollen.

Wir haben für unsere vier Handlundsfelder zusammengestellt, wo wir stehen, was wir vorhaben und worüber wir nachdenken.

Unterricht und Lernen

Digitaler Unterricht bedeutet in den einzelnen Fächer meist etwas vollkommen unterschiedliches. Die Messprogramme in den Naturwissenschaften haben z.B. nichts mit der Vokabel-Software in den Fremdsprachen zu tun. Viele digitale Unterrichtsmethoden gehören am EMG zum Alltag, manche schon seit Jahren. In einem kontinuierlichen Prozess werden aber auch immer wieder neue digitale Module in den einzelnen Fächern erprobt und in den Fachkonferenzen evaluiert.

Gleichzeitig suchen wir nach Schnittmengen. Unser pädagogischer Tag im Februar 2018 stand ausschließlich im Zeichen Fächer übergreifender Digitalmodule. Im Workshop "Stop-Motion-Filme" erprobten z.B. Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichstenen Fachbereichen eine entsprechende Smartphone-App, die seitdem schon vielfach im Unterricht zum Einsatz gekommen ist.

Im Informatik-Unterricht und im Fach MPI (Mathe/Physik/Informatik) gilt es, zentrale digitale Kompetenzen wie Kenntnisse und Anwendung von Programmiersprachen zu vermitteln. Bestehende Freiräume nutzen wir hier mit dem Einsatz von Einplatinen-Prozessoren (Raspberry Pi), die im MPI-Unterricht hauptsächlich für das sog. Physical Computing genutzt werden. In Unterrichtsprojekten lernen hier Schülerinnen und Schüler, wie man mit selbstgeschriebenen Programmen elektronische Bauteile ansteuert oder Sensoren ausliest.

Die Raspberry-Pi-Prozessoren kommen auch in einer eigenen AG zum Einsatz, die bereits ab der Stufe 5 belegt werden kann. Weitere AGs mit digitalem Schwerpunkt befassen sich mit Robotik, Programmieren, Technik allgemein und Informatik allgemein.

 

Ausblick und Planung:
Am EMG steht die Anschaffung von Tablet-Computern an. Zurzeit dreht sich die Diskussion darum, welche Technologie - iPad oder Android - die sinnvollere Variante ist. Auch die Einrichtung einer eigenen Tablet-Klasse ist im Gespräch. Unabhängig von diesen Entscheidungen - mit den Tablets werden neue digitale Methoden im Unterricht zum Einsatz kommen.

Austattung

Aktuell verfügt das EMG über drei modern ausgestattete Computerräume mit bis zu 16 PCs. Zudem steht ein mobiler Laptop-Wagen mit 14 Rechnern bereit. Die naturwissenschaftlich-technischen Fachräume (Physik, Chemie, Biologie und Informatik) sowie die Erdkunde-Fachräume sind komplett mit Beamen ausgerüstet. Weitere mobile Beamer stehen bei der Schulverwaltung zum Unterrichtseinsatz bereit.

Mittlerweile verfügt die Schule in allen Gebäudeteilen über ein stabiles W-Lan-Netz, das auch Schülerinnen und Schülern offen steht. Auf diese Weise kommen auch private Endgeräte - etwa zu Recherchezwecken oder zur Bilddokumentation - im Unterricht zum Einsatz.

Speziell für die IT-lastigen Fächer wie Informatik oder MPI (Mathe/Physik/Informatik) haben wir die kompakten und vielseitigen Raspberry-Pi-Prozessoren angeschafft, von denen zurzeit etwa 30 Stück im Unterrichts- und AG-Einsatz sind (vgl. Unterricht und Lernen).

 

Planung und Ausblick
Die Finanzierung steht, der Beschluss ist gefasst. Das EMG wird Tablet-Computer anschaffen. Zur Diskussion steht zurzeit noch, welche Technologie (z.B. iPads) die für uns sinnvollste ist. Klar ist, dass unsere  Lehrkräfte bzw. deren Schülerinnen und Schüler in einer Erprobungsphase für begrenzte Zeiträume Zugriff auf die Geräte bekommen werden, um z.B. Unterrichtsprojekte zu realisieren. Sollte das erste Fazit positiv ausfallen, gilt es, die Anschaffung weiterer Tablets voranzutreiben.

Kommunikation

Im Laufe der letzten Jahre hat das EMG seine Kommunikation immer stärker in Richtung digitaler Werkzeuge verlagert. So weit es irgendwie möglich ist, soll der zerknitterte - oft in Vergessenheit geratene - Eltern-Informationszeittel im Schulranzen der (analogen) Vergangenheit angehören.

  • Homepage
    Das Ernst-Mach-Gymnasium verfügt über einen modern gestalteten Webauftritt. Hier berichten oft auch Schülerinnen und Schüler über aktuelle Aktivitäten der Schule. Die Site informiert über Termine, bevorstehende Veranstaltungen und beinhaltet Querverweise zu anderen Serviceangeboten wie der EMG-Mensa oder dem Newsletter. Natürlich finden sich hier auch Schulprogramm, Leitidee und alle weiteren unser Schulleben betreffenden Konzepte und Angebote. Die EMG-Homepage wird auch von Eltern, Förderverein, sowie Schülerinnen und Schülern in jeweils eigenen Bereichen als Kommunikationsplattform genutzt.
  • Lernplattform ILIAS
    Mit der Lernplattform ILIAS steht uns ein mächtiges Kommunikationswerkzeug zur Verfügung. Damit stellen wir den Schülerinnen und Schülern zielgenau alle Arten digitaler Arbeitsmaterialien zur Verfügung. Ob Excel-Datei, Videofile oder Arbeitsblätter - ILIAS erlaubt den Upload jeglicher Dateiformate, die dann von unseren Schülerinnen und Schülern zur Bearbeitung heruntergeladen werden können.
  • Standardisierte Lehrer-Mail-Adressen
    Die Lehrkräfte am EMG sind alle per Mail ansprechbar. Geheimniskrämereien um die zugehörigen Mail-Adressen gibt es schon lange nicht mehr: nachname@emg-huerth.de gilt für jeden der etwa 100 Lehrkräfte - vom Referendaren bis zum Schulleiter.
  • Newsletter
    Einmal im Monat erscheint der EMG-Newsletter. Hier informiert die Schulleitung über aktuelle Entwicklungen wie etwa den Stand von Umbauarbeiten, die Umstellung auf G9 oder die Gestaltung des Digitalisierungsprozesses. Dazu gibt es die wichtigsten Termine des Monats und kurze verlinkte Hinweise auf die Aktivitäten des Vormonats. Abonnieren kann den Newsletter einfach jeder, zurzeit wird er an knapp 500 Abonnentinnen und Abonnenten verschickt. Die Abbestellung ist natürlich jederzeit möglich.
  • Eltern-E-Mail-Verteiler
    Um gezielt Elterngruppen anzusprechen, benutzen wir den Eltern-E-Mail-Verteiler. Hier können Informationen oder Abfragen exakt an die Zielgruppe gerichtet werden. Verschickt die Lehrkraft beispielsweise das Formular zur Klassenfahrt per Mail direkt an die betreffenden Eltern, wird der berüchtigte Knitterzettel im Schulranzen vermieden. 
  • Interner Newsletter
    Auch intern kommunizieren wir via Newsletter. Der schafft u.a. Transparenz über die unterschiedliche Schulentwicklungsprojekte. Aber auch Informationen z.B. darüber, welche Schülerinnen und Schülern an einer Exkursion teilnehmen, erreichen auf diese Weise zuverlässig das komplette Kollegium.

 

Ausblick und Planung:
Die digitale Realität unserer Schülerinnen und Schüler heißt WhatsApp, Instagram, Twitter, Snapchat oder Youtube. Selbst Facebook ist aus Teenagersicht bereits ein Anachronismus (Schülerzitat: "Da sind ja meine Eltern.")
Wir prüfen und diskutieren, welcher der genannten Kommunikationskanäle auch für uns als Schule in Frage kommt.

Verwaltung

Selbstverständlich werden alle Schülerdaten mit den von der Landesregierung vorgegebenen Datenbanken verwaltet. Die Organisation der gymnasialen Oberstufe mit ihrer komplexen Kurstruktur erfolgt über Programme, die auch Schülerinnen und Schülern für ihre Abiturplanung offen stehen (z.B. Lupo).