Stolperstein-Pflege durch Ef-Kurs
Geschichtsunterricht mit Familie Heidt
“Nie wieder” - diesen Satz haben gestern - am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus - wahrscheinlich viele gehört oder gelesen. “Rituale zum Gedenken können erstarren”, warnt unser Stadtarchivar und Courage-Pate Michael Cöln die Schüler:innen des EF-Geschichtskurs von Julia Horn, “dann werden Formulierungen wie ‘Nie wieder’ schnell inhaltsleer.”
Umso besser, dass gestern der Geschichtsunterricht nicht im Klassenraum stattfand, sondern bei den Stolpersteinen der Familie Heidt. Diese wurden von Lorenz und Benjamin nicht nur poliert.
“Wir haben persönliche Geschichten von Menschen aus Hürth erzählt, um uns bewusst zu machen, dass „Völkermord“ nichts Abstraktes ist und dass Radikalisierung von „ganz normalen“ Menschen ziemlich schnell gehen kann”, erklärt Julia Horn. Daran erinnerten unter anderem Marilena, Juli und Anna sowie Tobias mit starken Vorträgen und Plädoyers.
Bereits seit 2015 liegen die Stolpersteine der Familie Heidt in der Verantwortung des EMG. Erinnerung heißt Verantwortung und die ist wichtiger denn je: Immer mehr Zeitzeugen sterben, und die Verbrechen unter der NS-Herrschaft geraten zunehmend in Vergessen.
Dennis Müller
