Abschied nach fast 40 Jahren im Schuldienst
Uli Lauhues sagt „einfach mal tschüß“
„Herr Lauhues, wir werden Sie vermissen.“ Zehntklässler Michel Heß war es ein Bedürfnis, seinem Lateinlehrer zum Abschied einen Beitrag auf dem EMG-Instagram-Kanal zu widmen. „Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Sie eine Lücke am EMG hinterlassen, die nicht leicht zu füllen ist.“
Nun ist diese Lücke Realität, denn mit dem Ende des ersten Halbjahres ist Ulrich Lauhues im Ruhestand. Am Pädagogischen Tag am Montag nach der Zeugnisausgabe wurde der vielseitige Lehrer (Fächerkombination Latein, Italienisch, katholische Religion) im Kreise des Kollegiums verabschiedet.
Die Wertschätzung für Uli Lauhues zieht sich wie ein roter Faden durch den Teil der EMG-Familie, die mit ihm zu tun hatte. „Wenn es wichtig wurde, dann waren Sie hörbar und wenn wir Sie brauchten, waren Sie verlässlich da. Dafür möchte ich eigens danke sagen“, so Schulleiter Martin Welz in seiner Abschiedsrede.
Lauhues blickt auf fast 40 Jahre Schuldienst zurück. Über die Stationen Willy-Brandt-Gesamtschule Holweise, Gymnasium Tannenbusch Bonn und Apostel-Gymnasium Köln landete er schließlich am EMG, wo er besonders für seine ruhige und besonnene Art geschätzt wurde.
„Ich habe Sie persönlich immer als eines erlebt, als mit dem Leben geerdet. Dies mag auch an der Ihnen innewohnenden Ruhe liegen, die Sie in das Kollegium, in die Elternschaft und vor allem Ihren Schülerinnen und Schülern gegenüber ausgestrahlt haben“, so Martin Welz.
Beeindruckt hat Ulrich Lauhues aber immer wieder auch mit seinem ungeheuren Wissensschatz. „Eigentlich dachte ich, ich weiß als Liebhaber Roms viel über die wichtigsten Orte. Dann durfte ich die Stadt mit dir neu entdecken, wofür ich heute noch sehr dankbar bin“, erzählte Thomas Knechten.
Der Musikliebhaber Lauhues dürfte sich auch über die Wertschätzung der Musikkolleginnen Kerstin Schöneweiß und Annette Brink gefreut haben, die seinem Abschied gemäß seinem Wunsch mit Liedern von Johan Strauß, Hildegard Knef und Franz Lehar einen musikalisch überaus ansprechenden Rahmen verliehen.
Und so ergriff der vielgelobte am Ende einer berührenden Abschiedsveranstaltung doch noch einmal selbst das Wort, wenngleich nur kurz: „Ich sag dann einfach mal tschüß.“
Gregor Evers
