Berlin-Fahrt: Der Wert der Freiheit
In einer Weltstadt wie Berlin sind die Kontraste so spannungsreich und die Lebensentwürfe so vielfältig, dass es schwer fällt, Erfahrungen auf einen Nenner zu bringen. Doch wenn es einen roten Faden gibt, der die Fahrt der Demokratie-AG und der Sozialwissenschaftskurse der Q1 durchzieht, dann ist es der Wert der Freiheit.
Was eine freie Gesellschaft aushält, das war bereits am ersten Abend im Kabarett-Theater Distel klar, als das Ensemble um Julian Dietz, Jens Eulenberger und Josepha Grünberg die Regierenden derart aufs Korn nahm, dass kein Auge trocken blieb und man sich zwischen so manchem Lacher fragte: Darf man das?
Eine Sternstunde des Parlamentarismus erlebten die Schüler:innen dann im Plenum des Bundestages, als ein fraktionsübergreifender Antrag zur pränatalen Diagnostik debattiert wurde und die Abgeordneten nicht ihrer Fraktion, sondern nur ihrem Gewissen unterworfen waren. Stichwort: Meinungs- und Gewissensfreiheit. Dies unterstrich auch Sylvia Rietenberg (Die Grünen), die unsere Berlinfahrer im Fraktionssaal der Grünen empfing.
Der Kontrast folgte dann am Wochenende: Im KZ Sachsenhausen und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wurde der Wert von Menschenrechten und Freiheit besonders deutlich. Die Schüler:innen recherchierten selbstständig in den Ausstellungen die Gräueltaten des Nationalsozialismus und erkannten, welche Folgen es hat, in einer zutiefst rassistischen und menschenverachtenden Gesellschaft mit Absolutheitsanspruch zu leben.
Spannungsreich war dann auch die durch unseren Förderverein unterstützte Rallye zum Ende der Fahrt. Der westberliner Stadtteil Kreuzberg zeigte sich unseren Schüler:innen offen denn je: Kulturell divers, nicht immer schön, aber herzlich! Weltstadtwürdig.
Dennis Müller














